Seit Jahren benötigte die Otto-Bennemann-Schule mehr Unterrichtsräume. Die Übergangslösung, den Unterricht zum Teil in sogenannten Unterrichtspavillons stattfinden zu lassen war längst zu einer Dauersituation geworden. Das Provisorium hatte dann doch ein Ende und nach längerer Bauzeit wurde der Erweiterungsbau am Standort Blasiusstraße pünktlich zum neuen Schuljahr 2008/2009 fertig gestellt.

Diesen Anlass nutzten wir, die zukünftigen Veranstaltungskaufleute im damals 2. Ausbildungsjahr als Gelegenheit, unser Können unter Beweis zu stellen – wir haben diesem Anlass einen entsprechenden Rahmen gegeben.
Die Organisation des Schulfestes enthielt Elemente verschiedener Veranstaltungsformen, erforderte Kenntnis und Beachtung sicherheitstechnischer und ordnungsbehördlicher Vorschriften und die reibungslosen Planungen des Personaleinsatzes sowie der Fremdleistungen. Neben vielen weiteren praktischen Erfahrungen lernten wir die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit als Instrument für die Veranstaltungsplanung kennen und nutzen, erstellten ein Budget für das Schulfest, führten eine Kostenkontrolle durch und haben die Veranstaltung erfolgsorientiert nachbereitet.
Grundlegende Arbeitsform war die Projektmanagementmethode. Sie fördert und fordert Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit, Zuverlässigkeit und das Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein und lässt die Vorteile einer teamorientierten Zusammenarbeit erkennen und erlernen.

(Quelle: www.projektmanagement.bdu.de)
Folgende Veranstaltungsziele wurden festgesetzt:
- Aufklärung der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit des Anbaus,
- Beitrag zur Identifikation der Schülerschaft mit der Otto-Bennemann-Schule,
- Imageverbesserung der Otto-Bennemann-Schule in Braunschweig
- Präsentation der Otto-Bennemann-Schule.
Die Inhalte der einzelnen Ziele wurden für die Zielgruppe der gesamten Schülerschaft der Otto-Bennemann-Schule, des Kollegiums und den Ehrengästen durch mehrere Veranstaltungsinhalten geplant, organisiert und vorbereitet.
Am 12. September 2008 wurde durch den Schulleiter Herrn Rainer Pesditschek und der Braunschweigschen Bürgermeisterin Frau Inge Kükelhahn nicht nur das Rote Band zum neuen Gebäude durchgeschnitten, sondern auch die Feier zur Einweihung eröffnet.

Im Anschluss an die Reden konnten sich das Kollegium, die Schülerschaft und die geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft von den zwölf neuen Unterrichtsräumen ein eigenes Bild machen, an den Präsentationsständen über das Schulengagement und die verschiedenen Ausbildungsberufe informieren und das bunte Programm auf der Bühne genießen.
Ein umfangreicher Teil der Vormittagsveranstaltung war der Präsentationswettbewerb, bei dem die Berufschul- und Vollzeitklassen die Möglichkeit hatten, sich unter dem Motto „Zeigt was bei euch passiert“ präsentieren zu können. Die verschiedenen Präsentationen wurden im Vorfeld durch Schülerwettbewerbe ausgeschrieben - dabei waren der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Zum einen hatte die gesamte Klasse die Möglichkeit ihr eigenes Schulprofil (Umweltschule, Europaschule, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage) oder ihren Ausbildungsberuf auf interessante und unterhaltsame Weise zu präsentieren. Auch als Einzelperson konnte sich die Schülerschaft kreativ beim Logowettbewerb beteiligen, mit dem Ziel ein neues Schullogo zu entwerfen. Natürlich wurden die Wettbewerbe durch eine Jury bewertet und prämiert. Somit konnten die Schülerinnen und Schüler die Einweihung mit gestalten.

Nach der schulinternen Vormittagsveranstaltung ging das Feiern am Abend beim Open-Air-Konzert „School Rockx“ für die gesamte Öffentlichkeit weiter. Bekannte Bands und Künstler haben den Besuchern so richtig eingeheizt und einen einzigartigen Musikmix geschaffen. Neben der aus Stuttgart stammenden Gruppe „Nulltarif“, die sich hauptsächlich auf Rock spezialisiert hat, sind auch bekannte Größen aus Braunschweig und er Umgebung aufgetre-ten. So waren auch MC Jazz & A. Real, eine Braunschweiger Hip-Hop Band sowie „Singin` Gold“, ein regionaler Reggae-Sänger mit dabei. Und das Beste, die Veranstaltung war komplett kostenlos.

Nach einem langen und erfolgreichen Tag war das Feiern vorbei und das Organisationsteam und alle fleißigen Helfer konnten zur letzten Aufgabe des Tages schreiten – dem Abbau.
Die Einweihung war nur möglich, weil es erstens einen Anbau gab und zweitens Herr Pesditschek und unsere Fachlehrerin Frau Graetsch das Vertrauen und die Zuversicht in uns, die angehenden Veranstaltungskaufleute im 2. bzw. nun im 3. Lehrjahr hatten. Hierfür und für die herzliche Unterstützung und den Glauben in unsere Arbeit ein liebes Dankeschön.
Natürlich möchten wir uns auch bei unseren Sponsoren, Förderern und allen Teilnehmern bedanken, die sich von einer „Schulveranstaltung“ haben überzeugen lassen und uns somit ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Ein großer Dank geht auch an unsere Betriebe, die uns nicht nur die Zeit für dieses Projekt gegeben, sondern auch unser Know-how gefördert haben.







